Newsletter - aktuelle Themen frei Haus

 
 
 
 

 

Prognose zur Währungsentwicklung zwischen dem Euro und dem Australischen Dollar und anderen Währungen

 

Ich habe mir die Zeit genommen und einmal etwas tiefer über die voraussichtliche Währungsentwicklung nachgedacht.

Eine Währung spiegelt grundsätzlich die wirtschaftliche Stärke des betreffenden Währungsgebietes wider. Australien ist ein Rohstoffland und damit grundsätzlich abhängig von der weltweiten Nachfrage nach Rohstoffen. Bei Konjunktureinbrüchen und Rezessionen bricht auch die Nachfrage nach Rohstoffen ein. So war in der Vergangenheit auch der Kurs des Australischen Dollars auf dem Rückzug, wenn die Rohstoffnachfrage einbrach. Aufgrund der aktuell weltweiten Rezessionssignale sind die konjunktursensiblen Rohstoffpreise um teils bis zu 40 % eingebrochen.

Im Verhältnis zum Euro hat der Australische Dollar bisher jedoch nicht, wie sonst üblich, nachgegeben. Das ist untypisch, woran liegt das? Ich glaube, ich habe womöglich die Lösung gefunden.

Um die Lösung zu finden, muss man sich mit den Problemen der Eurozone auseinandersetzen. Zum Beispiel Griechenland: Im Wesentlichen meinen alle führenden Ökonomen, Griechenland müsste austreten, um seine Währung massiv abwerten zu können, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Man spricht von einer Abwertung von bis zu 40 % gegenüber dem Euro. Nun kann Griechenland aufgrund der kontroversen Interessen- und Gesetzeslage jedoch nicht so ohne weiteres aus der Eurozone austreten.

Die wirtschaftliche Lage ist aber nicht nur in Griechenland prekär. Auch Irland, Portugal, Spanien, Belgien, Italien und sogar Frankreich bräuchten eine Währungsabwertung, um international wieder wettbewerbsfähiger zu werden. Die betreffenden Länder finden kaum noch Käufer für ihre Staatsanleihen. Und wenn, dann finden sie nur noch Käufer zu höheren Preisen bzw. Zinsen. Oder aber die Europäische Zentralbank (EZB), und das zurzeit massiv, springt als Käufer ein. Das Volumen der von der EZB angekauften Staatsanleihen betrug Ende Mai 2010 etwa 35 Mrd. Euro. Ende November betrug das Volumen bereits schon 203,5 Mrd. Euro. Bei gleichbleibendem Tempo des Aufkaufs von Staatsanleihen würde sich das Volumen auf 1.800 Mrd. Euro bis November 2013 erhöhen (Quelle: Handelsblatt vom 1. Dezember 2011).

Das deckt sich auch in etwa mit meinen Hochrechnungen: In der Eurozone vereinen sich insgesamt 6,4 Billionen Euro Staatsschulden. Davon werden innerhalb der nächsten drei Jahre 50 %, also 3,2 Billionen an Staatsanleihen fällig, für die neue Käufer gefunden werden müssen. Fallen die Käufer aus, soll die EZB einspringen. Die von den europäischen Südländern geforderten Euro-Bonds, denen sich unsere Kanzlerin immer noch öffentlichkeitswirksam widersetzt, gibt es faktisch schon. Denn die Gesellschafter der EZB sind die einzelnen Länder der Europäischen Union und damit sind die Gesellschafter die europäischen Steuerzahler.

Nebenbei bemerkt, nicht nur die meisten europäischen Staaten bekommen ihre Refinanzierung nicht mehr solide gebacken, auch die europäischen Banken konnten bisher nur zwei Drittel ihrer auslaufenden Schuldtitel durch neue ersetzen. Kein Wunder, denn die Suppe haben sich die Bänker mithilfe ihrer Politiker selbst eingebrockt. Seit Ausbruch der Bankenkrise haben sich die Banken eine Aufweichung ihrer Bilanzierungsvorschriften einräumen lassen. Ihre gekauften Papiere müssen sie nicht wie sonst üblich mit dem aktuellen Verkehrswert in die Bücher nehmen, sie können sie mit dem ursprünglichen Einkaufspreis bilanzieren. Kein Wunder also, wenn sich Banken untereinander nicht mehr trauen, weil keiner mehr weiß, was die aktuelle Bankbilanz noch wert ist, welche wirklichen Risiken in den Bankbilanzen noch schlummern. Eben deshalb stoßen institutionelle Investoren Bankaktien ab. Insofern kann ich mich über Privatanleger, die mit Bankaktien zocken, nur wundern.

Zurück zur Währungsbetrachtung: Warum fällt der Australische Dollar trotz fallender Rohstoffpreise gegenüber dem Euro nicht? Wenn Länder wie Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien, Belgien oder auch Frankreich eine Währungsabwertung gebrauchen könnten, es aber nicht können, weil sie im Korsett der Europäischen Union, des Euros festsitzen, dann wird indirekt mithilfe der EZB abgewertet. Das geschieht, in dem die EZB massiv die leidenden Staatsanleihen aufkauft, indem sie die Druckerpresse anwirft. Ich meine, der Australische Dollar gibt nur deshalb gegenüber dem Euro nicht nach, weil der Euro im selben Umfang abwertet. Betrachtet man andere Rohstoffwährungen, wie z. B. die norwegische Krone, bestätigt sich mein Ergebnis.

Was bedeutet das für die weitere Entwicklung des Australischen Dollars? Sobald die weltweite Konjunktur, insbesondere die Konjunktur in den Schwellenländern wieder nachhaltig Tritt fässt, die Rohstoffpreise wieder anziehen, wird der Australische Dollar zwangsläufig auch wieder weiter ansteigen. Der Euro dürfte jedoch weiter unten kleben bleiben bzw. weiter absacken. Das Abwärtspotenzial des Euros wird von der Druckerpresse der EZB und deren Fortsetzung des Ankaufs notleidender Staatsanleihen abhängen. Diese Erkenntnis macht mich bullish, nicht nur in Bezug auf den Australischen Dollar, sondern auch auf andere Rohstoffwährungen und auf Landeswährungen, deren Länder eine verhältnismäßig niedrige Staatsverschuldung haben.

Wenn schon für die europäischen Länder aufgrund ihrer regelmäßigen Refinanzierungswünsche auf den internationalen Kapitalmärkten die Tür für die Inflationierung ihrer Staatsschulden verschlossen ist (denn die erzeugte Inflation würden die potentiellen Investoren beim Kauf der Staatsanleihen als Zins- und Risikoaufschlag einfordern), dann haben sie noch immer die Möglichkeit, mithilfe der EZB den Euro abzuwerten, um sich so international etwas wettbewerbsfähiger zu machen. So verkommt der Euro zur Weichwährung! Wie früher – vertraute italienische Verhältnisse …

Wir wissen zwar nicht wie die Welt in 10 Jahren aussehen wird, aber in 10 Jahren werden Rohstoffe umso gefragter sein. Denn der WWF kommt beispielsweise zu dem Ergebnis, dass wir bei der derzeitigen Bevölkerungsentwicklung in den kommenden 40 Jahren drei Erden brauchen werden, um den Bedarf zu decken! Also stehen die Ampeln auf GRÜN für Rohstoffwährungen!

Bloß blöd, dass norwegische Anleihen kaum eine interessante Verzinsung und keinen Inflationsschutz bieten. Aber auch dafür bieten wir Lösungsmöglichkeiten. Informieren Sie sich einfach bei uns!

Schöne Grüße

Heiko Kolodzik

Dipl. Betriebswirt
Testamenstvollstrecker (EBS)
Stiftungsmanager (EBS)


Kolodzik & Kollegen - Altmarkt 28 - 03046 Cottbus - Telefon: 0355-3818102


Wenn Sie diesen Newsletter abbestellen wollen klicken Sie bitte hier.

Weihnachtsgeschenk an die Banken - mit fatalen Nebenwirkungen

Dezember 2011: Eine knappe halbe Billion Euro ...

Private Vorsorge ist ein Muss!

Oktober 2011: Die Lebenserwartung hat sich in Deutschland in 130 Jahren verdoppelt! Eine unlösbare Aufgabe für unser Rentensystem.

EU will Länderraitings verbieten?!

Oktober 2011: Das kommt einer Kapitulation, einem Schuldeingeständnis gleich!!!

Spekulation mit Nahrungsmitteln

Oktober 2011: Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste ...

Tschechiens Atomenergie: Steigerung um mehr als 250 Prozent!

September 2011: Tschechien will den Anteil der Atomkraft an der gesamten Stromproduktion von heute 30 auf bis zu 80 Prozent hochfahren:

Kampf um die letzten Ressoucen

September 2011: Die Umweltorganisation WWF hat ausgerechnet, dass man 2050 eigentlich drei Planeten Erde brauchen wird, wenn sich an unseren Gewohnheiten nichts ändert. "Wir müssen in den kommenden 40 Jahren die gleiche Menge an Lebensmitteln herstellen wie in den letzten 8000 Jahren!!!!!

Politiker und Umweltschutz

September 2011: Warum viele Politiker grundsätzlich gleich nach Kinderschändern kommen:

Raitingagenturen

August 2011: Die "bösen" Raitingagenturen sind nur die Rauchmelder. Das Feuer haben ausschließlich die Politiker gelegt. Jetzt müssen Sie sich nur noch fragen wer diese Politiker wählt und sponsert.

Wie die Politiker ihre Inkompetenz verschleiern

Juli 2011: Wie die Ratingagenturen ihr Geschäft tatsächlich betreiben:

China - 57 Prozent Inflation

Juli 2011: 57 Prozent mehr müssen die Chinesen heute für Schweinefleisch bezahlen als vor einem Jahr. Die allg. Teuerungsrate ...

Griechenlands Schulden steigen 2012 auf 166 % des BIP!

Juli 2011: Lesen Sie mehr ...

Nicht durchdachte, dilettantische Regierungspolitik!

Juni 2011: Aktionismus und seine Folgen ...

Die Saat für zukünftige Kriege!

Juni 2011: Laut der Welternährungsorganisation FAO sind 82 Prozent ...

Neues Allzeithoch beim CO2-Ausstoß!

Juni 2011: 2010 wurden 30,6 Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen!

Der weltweite Energieverbrauch

Juni 2011: Der Ölverbrauch pro Kopf in den Industrieländern ist 20mal höher als in den Em. Markets, die einen Anteil von 75 % der Bevölkerung haben ...